Unter dem Aufhänger „No fairytales – no miracles" beschäftigt sich Kiss mit der Plastikflut und der Magie des Alltags, verweist dabei aber auch auf die Sachzwänge des täglichen Lebens und entlarvt mit ihren erratischen Kompositionen das Absurde unserer Vernunftwelt. Anhäufungen von Plastik, Rechnungen, Kassabons und Erlagscheinen flattern durch das Wohnzimmer, wo man doch eigentlich vor dem Fernseher sitzen oder in einem trendigen Magazin dahin blättern sollte. Ein kleines Kind vergräbt Geld in einem zur Kultursteppe ausgedörrten Feld, in der Hoffnung eine gute Ernte einzufahren. Ihre Bilder entlarven die Pflichten und Verpflichtungen des sich am Puls der Zeit wähnenden Homo oeconomicus bis zur Gnadenlosigkeit.

Text Noémi Kiss, Sina Klein, Gerald Kofler